Er kommt aus der Anderswelt. Ich weiß es. Sonst wäre er nicht so schön. Viel schöner als alle anderen Menschen, die ich je sah. Es war richtig, ihm in dem Gewittersturm entgegenzugehen. Es war richtig, ihn zu küssen, es war richtig, für ihn den Schatten zu trotzen. Weil ich dafür hier bin. Auf dieser dunklen Welt. Um das Licht zu schützen. Es steckt in ihm. Leuchtet sacht durch die Finsternis. Es erinnert die Menschen an die Zeit, als Ehre und Tapferkeit keine hohlen Worte, sondern von Klang umhüllte Taten waren. Als Treue und Hingabe schwerer wogen, als das eigene Leben oder Sterben.

Ich sinke auf die Knie, neige mein Haupt. »Mir ist egal, ob du meine Hilfe willst oder nicht. Du brauchst sie, also werde ich sie dir geben.« Bisher habe ich nie jemandem außer mir selbst etwas geschworen.

»Ich gelobe, dir treu zu dienen, dir in die größte Finsternis und in gleißendes Licht zu folgen.

Ich gelobe, weder dich noch deine Ziele zu verraten.

Mein Schwertarm soll deinen Leib schützen, mein Herz deiner Seele Zuflucht schenken, wann immer sie danach verlangt.

Ich gelobe, dich niemals zu enttäuschen und mich dir mit jedem Atemzug und jedem Augenblick meines Lebens zur Verfügung zu stellen.

Nimm meine Kraft, meine Liebe und meinen Mut und bediene dich ihrer nach deinem Ermessen.«

Noch während mein Mund die Worte formt, weiß ich, dass jedes von ihnen so wahrhaftig ist wie der Himmel über und die Erde unter mir.

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